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Ausflugsziele

Wandern am Spitzingsee: zwischen Rotwand und Brecherspitz

Wandern am Spitzingsee: Seerunde, Rotwand, Brecherspitz und Jägerkamp, dazu Ausrüstung, beste Wanderzeit, Hütten und eine Unterkunft direkt am See.

Redaktion freizeit-244 Min. Lesezeit
Berghütte aus Holz auf einer Almwiese mit Wanderwegen, dahinter eine schroffe Felswand der Voralpen
© Thomas Neufeld – stock.adobe.com

Der Spitzingsee liegt auf etwa 1.100 Metern Höhe in den Bayerischen Voralpen und gilt als einer der schönsten Bergseen in der Region. Rundherum erheben sich bewaldete Hänge und felsige Gipfel, und im Sommer spiegelt sich ihr Grün im klaren Wasser. Von München aus ist das Ziel in etwas mehr als einer Stunde erreichbar.

Obwohl der See recht nah an der Großstadt liegt, bleibt die Landschaft dank steiler Wege und Almwiesen erstaunlich ruhig. Wer früh aufbricht, hat die Pfade oft für sich allein.

Wo übernachtet man am besten für Wanderungen rund um den Spitzingsee?

Direkt am Südende des Sees liegt die Alte Wurzhütte im Ortsteil Spitzingsee der Gemeinde Schliersee, die sich für Wandertage anbietet. Das Haus steht in einer verkehrsberuhigten Zone, weil die Straße dahinter endet, und von der Tür aus beginnen Wege rund um den See und hinauf zu den Almen. Das Restaurant hat eine Seeterrasse mit Biergarten, auf der sich Touren bei einer Brotzeit ausklingen lassen, und im kleinen Wellnessbereich helfen Massagen und Sauna gegen müde Beine.

Das Haus blickt auf eine mehr als 300 Jahre lange Geschichte zurück und wird von der Familie Niedermüller geführt, was ihm einen persönlichen Charakter verleiht. Die Zimmer reichen vom kleinen Einzelzimmer bis zur See-Suite mit Balkon.

Die schönsten Touren rund um den See

Die klassische Runde um den Spitzingsee dauert knapp ein bis zwei Stunden und führt über breite Wege, die sich auch mit Kindern gehen lassen. Gerade deshalb eignet sich der Weg als gemütlicher Einstieg oder als Ausklang nach einer größeren Tour und bietet unterwegs immer wieder Blicke auf das Wasser.

Anspruchsvoller ist der Aufstieg zur Rotwand, einem der markantesten Gipfel der Gegend mit knapp 1.900 Metern. Von der Hütte unterhalb des Gipfels öffnet sich der Blick auf das Mangfallgebirge und bei klarer Sicht bis zu den Zillertaler Alpen. Die Tour dauert für Geübte mehrere Stunden und verlangt gute Kondition, belohnt aber mit einem der schönsten Panoramen im bayerischen Alpenvorland.

Brecherspitz und Jägerkamp: Aussichten für Geübte

Wer sportlicher unterwegs ist, wählt die Brecherspitz. Der Gipfel liegt oberhalb des Schliersees und ist ein beliebtes Ziel mit steilem Schlussanstieg und weiter Fernsicht. Der Jägerkamp bietet ebenfalls einen weiten Blick und fordert Trittsicherheit.

Für beide Touren gilt: früh starten, ausreichend Wasser mitnehmen und das Wetter beobachten. Gewitter ziehen im Voralpenland schnell auf, und ein sicherer Rückzug sollte immer eingeplant werden.

Was in den Rucksack gehört

Gute Wanderschuhe mit griffiger Sohle sind die wichtigste Ausrüstung, denn viele Wege führen über Wurzeln, Steine und feuchte Wiesen. Dazu kommen eine Regenjacke, eine warme Schicht für den Gipfel, Sonnenschutz und ausreichend Wasser. Wanderstöcke entlasten die Knie bei langen Abstiegen.

Wer allein oder mit Kindern unterwegs ist, informiert vorab jemanden über die geplante Route. Eine Offline-Karte auf dem Handy oder ein Wanderführer hilft, auch dann den Weg zu finden, wenn der Empfang in einem Tal abreißt.

Wann die Wege am besten sind

Von Juni bis Oktober sind die meisten Routen schneefrei. Im Frühsommer blühen die Almwiesen, im Herbst leuchten Lärchen und Buchen, und die Luft ist klar. Im Hochsommer lohnt sich ein früher Start, damit die Gipfel vor der Mittagshitze und möglichen Gewittern erreicht werden.

Im Winter verwandelt sich das Gebiet in ein Skigebiet mit Pisten, Rodelbahnen und Winterwanderwegen. Wer ruhig unterwegs sein will, wählt unter der Woche oder außerhalb der Ferien.

Einkehren auf Hütten und Almen

Zu einer Wanderung in Oberbayern gehört das Einkehren. Auf den Hütten rund um den Spitzingsee gibt es Brotzeitbretter, Kaiserschmarrn, Kuchen und kühle Getränke, und die Terrassen laden dazu ein, den Blick auf die Berge zu genießen.

Viele Hütten sind nur im Sommer geöffnet, und an schönen Wochenenden kann es voll werden. Wer plant, sollte früh losgehen oder an einem Wochentag aufbrechen, um in Ruhe sitzen zu können.

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