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Städte

München: Sehenswürdigkeiten von der Altstadt bis Nymphenburg

Münchens Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Residenz, Pinakotheken für 1 Euro sonntags, Englischer Garten und welche Türme offen sind, solange der Olympiaturm ruht.

Redaktion freizeit-246 Min. Lesezeit
Türme der Münchner Frauenkirche über den Dächern der Altstadt, dahinter die verschneiten Alpen bei klarer Föhnsicht
Foto: Reinald Kirchner, CC BY-SA 4.0 (skaliert), via Wikimedia Commons

Münchens Sehenswürdigkeiten liegen in Ringen um den Marienplatz. Innen die Altstadt, die du zu Fuß in einem halben Tag abgehst. Gleich nördlich davon das Kunstareal mit den Pinakotheken, dann der Englische Garten, und ganz im Westen Schloss Nymphenburg. Für alles zusammen brauchst du zwei bis drei Tage.

Die Reihenfolge ergibt sich fast von selbst: Die Altstadt geht immer, die Pinakotheken lohnen sich am Sonntag, die Parks bei Sonne. Und an einem Föhntag lässt du alles stehen und steigst auf einen Turm.

Altstadt: vom Marienplatz bis zur Residenz

Am Marienplatz stehen Neues und Altes Rathaus, die Mariensäule und der Fischbrunnen, und im Rathausturm spielt das Glockenspiel. Die Figuren tanzen täglich um 11 und 12 Uhr, bis Ende Oktober zusätzlich um 17 Uhr: oben ein Ritterturnier zur Fürstenhochzeit von 1568, unten der Schäfflertanz. Um 21 Uhr folgt das Nachtspiel. Zu den Terminen am Mittag stehen die Leute dicht, alle mit dem Kopf im Nacken.

Von dort sind es wenige Schritte zum Viktualienmarkt, zum Alten Peter und zur Frauenkirche, deren Innenraum täglich von 8 bis 20 Uhr ohne Eintritt offen steht, außer während der Gottesdienste. Im Boden nahe dem Eingang ist der Teufelstritt eingelassen, ein Fußabdruck, um den sich eine Sage rankt.

Nördlich der Fußgängerzone beginnt mit der Residenz das Stadtschloss der Wittelsbacher. Sie ist täglich geöffnet, im Winterhalbjahr mit kürzeren Zeiten. Die Kombikarte für Residenzmuseum und Schatzkammer kostet 15 Euro, unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Das Rokoko-Theater von Cuvilliés hat eigene Zeiten und ist werktags nur nachmittags offen. Hinter der Residenz liegt der Hofgarten mit seinen Arkaden, der Eintritt ist frei.

Die Stadt von oben, solange der Olympiaturm zu ist

Den höchsten Blick über München gab es bisher vom Olympiaturm. Seit Juni 2024 ist er geschlossen, weil Brandschutz, Aufzüge und Leitungen erneuert werden. Der Olympiapark rechnet mit einer Wiedereröffnung ab Oktober 2027.

Bis dahin bleiben drei Türme in der Altstadt. Der Rathausturm ist der bequemste, du fährst mit dem Aufzug hinauf. Der Alte Peter, die älteste Pfarrkirche der Stadt, verlangt 306 Stufen und belohnt sie mit dem Blick auf Marienplatz, Rathaus und Frauenkirche. Der Südturm der Frauenkirche kostet 7,50 Euro, ist montags bis samstags ab 10 Uhr offen, sonntags erst ab 11.30 Uhr, und nicht barrierefrei. Mit Kinderwagen oder Rollstuhl kommt von den dreien nur der Rathausturm in Frage.

Der schönste Blick ist aber keiner dieser drei, sondern der vom Olympiaberg. Er kostet nichts, und von dort hast du die Frauenkirche vor den Alpen im Bild, so wie auf dem Foto oben.

Ob du die Berge siehst, entscheidet das Wetter. An gewöhnlichen Tagen verschwimmt der Horizont im Dunst. Bei Föhn dagegen fegt warmer Fallwind die Luft klar, der Himmel wird tiefblau, und die Alpenkette steht so scharf hinter der Stadt, als läge sie gleich am Stadtrand. Solche Tage sind selten, und wenn einer kommt, verschiebst du das Museum auf morgen.

Sonntags ins Kunstareal

Die Alte Pinakothek zeigt Alte Meister, von Dürers Selbstbildnis im Pelzrock über Botticelli bis zu Rubens und Rembrandt. Regulär kostet sie 9 Euro, sonntags 1 Euro, montags bleibt sie zu, dienstags und mittwochs hat sie bis 20 Uhr offen. Die Pinakothek der Moderne gegenüber verlangt sonntags ebenfalls nur 1 Euro. Die Neue Pinakothek ist für mehrere Jahre geschlossen; eine Auswahl ihrer Bilder aus dem 19. Jahrhundert hängt solange im Ostflügel der Alten Pinakothek.

Für ein paar Stunden mit den großen Namen ist der Sonntagseuro kaum zu schlagen. Fürs erste Mal empfiehlt sich die Alte Pinakothek, weil sie die bekanntesten Bilder hat und sich in zwei Stunden gut bewältigen lässt. Mit Kindern ist das Deutsche Museum auf der Museumsinsel die bessere Wahl: täglich von 9 bis 17 Uhr offen, Erwachsene zahlen 16 Euro, die Familienkarte kostet 33 Euro. Den ganzen Bau schafft an einem Tag niemand, such dir vorher zwei, drei Abteilungen aus.

Englischer Garten und Nymphenburg

Der Englische Garten ist mit 376 Hektar Münchens größter Park und beginnt direkt hinter dem Hofgarten. An der Prinzregentenstraße stehen die Zuschauer am Ufer und schauen den Surfern auf der Eisbachwelle zu. Eine Zeit lang war dort nicht zu surfen. Inzwischen hat sich eine stabile, natürlich entstandene Welle gebildet, und seit dem 8. Mai 2026 erlaubt die Stadt das Surfen wieder, unter Auflagen. Weiter nördlich liegen der Monopteros auf seinem Hügel und der Biergarten am Chinesischen Turm. Je weiter du nach Norden gehst, desto leerer werden die Wiesen.

Schloss Nymphenburg im Westen nennt die Stadt ein Hauptwerk des höfischen Münchens, berühmt für die Schönheitengalerie Ludwigs I. und das Geburtszimmer Ludwigs II. Du erreichst es mit der U1 bis Rotkreuzplatz oder der S-Bahn bis Laim, danach mit Tram oder Bus. Der Schlosspark kostet nichts, das Schloss ist täglich geöffnet, bis 15. Oktober von 9 bis 18 Uhr. Danach schließen die vier kleinen Parkburgen, darunter die Amalienburg, bis zum nächsten April. Wenn du sie sehen willst, komm also in den nächsten Wochen: Die Gesamtkarte für Schloss, Marstallmuseum und Parkburgen kostet bis dahin 20 Euro.

Willst du danach noch eine Stadt in Bayern anhängen, liegt Nürnberg an derselben ICE-Strecke; was sich dort lohnt, steht bei den Sehenswürdigkeiten in Nürnberg. Geht es im Winter weiter in die Berge, hilft der Beitrag zum Winterurlaub mit Kindern.

Preise und Öffnungszeiten: Stand 18. September 2026, Angaben der Betreiber, der Bayerischen Schlösserverwaltung und von muenchen.de.

Häufige Fragen

Was kann man in München kostenlos anschauen?

Die Altstadt mit Marienplatz, Glockenspiel und Viktualienmarkt kostet nichts, ebenso der Innenraum der Frauenkirche. Dazu kommen der Englische Garten mit der Eisbachwelle, der Hofgarten, der Park von Nymphenburg und der Olympiaberg mit Blick über die Stadt. Mit Kindern unter 18 sparst du zusätzlich in Residenz, Nymphenburg und Pinakotheken, wo sie keinen Eintritt zahlen.

Wann ist das Oktoberfest 2026?

Das 191. Oktoberfest läuft vom 19. September bis 4. Oktober 2026 auf der Theresienwiese. Planst du einen Städtetrip ohne Wiesn, meide diese gut zwei Wochen, denn dann sind die Innenstadt und die Verbindungen zur Theresienwiese deutlich voller.

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