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Rundreisen & Inseln

Sri-Lanka-Rundreise: die Route nach dem Monsun planen

Sri-Lanka-Rundreise mit Kulturdreieck, Kandy, Hochlandbahn und Südküste: welche Küste wann passt, was Sigiriya kostet und wie die ETA für Deutsche funktioniert.

Redaktion freizeit-247 Min. Lesezeit
Luftaufnahme des Felsens von Sigiriya mit den Ruinen der Palastterrassen auf dem Gipfel, ringsum dichter grüner Wald
Foto: Dylan Shaw / Unsplash

Sri Lanka ist eine kleine Insel, doch das Reisen darin kostet Zeit, und das Wetter teilt sie in zwei Hälften. Zwei Monsune bringen den Regen, jeder an eine andere Ecke der Insel und zu einer anderen Zeit. Wer eine Sri-Lanka-Rundreise plant, legt deshalb zuerst den Monat fest und wählt danach die Küste. Das Kulturdreieck, Kandy und das Hochland stehen auf beiden Routen.

Zwei Monsune, zwei Küsten

Die Regenzeit dauert im Südwesten von Juni bis Oktober, im Nordosten von Dezember bis März. Das Auswärtige Amt weist allerdings darauf hin, dass sich diese Grenzen wegen des Klimawandels immer schwerer ziehen lassen und es überall und das ganze Jahr über länger anhaltend regnen kann, bis hin zu Überschwemmungen.

Für die Strände heißt das: Von November bis März machen die Nordostwinde die Südwestküste sonnig und das Meer ruhig. Dann liegen Bentota, Unawatuna, Mirissa und Tangalla am besten. Wenn im Sommer der Südwestmonsun weht, ist das Wasser an der Ostküste ruhig, bei Trincomalee und Nilaveli, in Pasikudah oder in Arugam Bay. Eine Winterreise endet also im Süden, eine Sommerreise im Osten.

Das Kulturdreieck: drei Stätten, drei Anstiege

Sigiriya ist ein Felsen, der 200 Meter über die Ebene ragt. König Kashyapa ließ darauf zwischen 477 und 495 einen Palast bauen, seit 1982 ist die Anlage Welterbe. Der Weg führt durch die Wassergärten, an den 22 erhaltenen Fresken der sogenannten Wolkenmädchen vorbei zu den steinernen Löwenpranken und dann auf das Gipfelplateau. Rechne mit anderthalb bis zwei Stunden und rund 1.200 Stufen. Das Fotografieren der Fresken ist verboten, und das Auswärtige Amt warnt vor hohen Strafen und davor, dass die Polizei die Kamera beschlagnahmt.

Der Aufstieg ist die Hauptsache und zugleich das Mühsame, denn die Treppen sind steil. Früh am Morgen oder am späten Nachmittag ist es kühler, und das Licht ist besser.

Dambulla ist ein Höhlentempel auf einem Granitrücken, der 160 Meter aus dem Land steigt. In fünf Höhlen stehen mehr als 150 Buddhafiguren, die größte Höhle allein zählt 56. In der ersten liegt ein 14 Meter langer, aus dem Fels gehauener Buddha. Es ist bis heute ein Ort des Gebets, keine Ausstellung. Der Weg hinauf kostet etwas Kraft, dafür siehst du von oben bis nach Sigiriya.

Polonnaruwa war im 11. bis 13. Jahrhundert die Hauptstadt der Insel. Zu sehen sind die Felsbuddhas von Gal Vihara, das runde Heiligtum Vatadage, der Palast von König Parakramabahu, von dessen sieben Stockwerken zwei erhalten sind, und der riesige Stausee Parakrama Samudra. Das Museum öffnet täglich von 7 bis 18 Uhr. Plastikbehälter darfst du auf das Gelände nicht mitnehmen.

Die Stätte ist weitläufig, die Ruinen verteilen sich über eine alte Innenstadt mit Palast und eine Außenstadt voller Klöster. Komm bei Tageslicht, dann siehst du die Denkmäler am besten. Fotos mit dem Rücken zu einer Buddhastatue sind verboten, auch hier.

Die Eintrittskarten verkauft der Central Cultural Fund direkt an den Stätten oder online. Sigiriya kostet 35 US-Dollar (11.690 Rupien), Polonnaruwa 30 US-Dollar (10.020 Rupien), jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Die Preisliste des Central Cultural Fund führt alle Stätten und Museen auf.

Kandy und der Zahntempel

In Kandy verwahrt der Tempel Sri Dalada Maligawa den Zahn Buddhas. Der Central Cultural Fund nennt ihn den heiligsten buddhistischen Schrein des Landes. Er öffnet täglich von 5.30 bis 20 Uhr. Ausländische Besucher aus Europa zahlen 3.000 Rupien, darin sind mehrere Museen und der königliche Elefantenstall enthalten. Karten gibt es nur aus den Automaten im Tempel, alles andere ist ungültig. Die Zeremonien finden von 5.30 bis 7 Uhr, von 9.30 bis 11 Uhr und von 18.30 bis 20 Uhr statt.

Am Eingang gibst du Schuhe und größeres Gepäck ab und gehst durch eine Kontrolle. Mit Shorts oder ärmellosem Oberteil kommst du nicht hinein, passende Kleidung bekommst du am Eingang. Bei der Abendzeremonie hallen die Trommeln durch den Tempel, und die Gläubigen ziehen in einem steten Strom um die Reliquienkammer. Die Hinweise des Tempels stehen auch auf Englisch.

Im Juli oder August zieht zehn Nächte lang die Esala Perahera durch die Stadt, eine Prozession mit geschmückten Elefanten, Tänzern und Trommlern.

Ins Hochland mit der Bahn

Die Bahn ins Hochland wurde gebaut, um erst Kaffee und dann Tee nach Colombo zu bringen. Entsprechend verläuft sie: mit steilen Steigungen, engen Kurven und vielen Windungen. Auf der Hauptlinie Colombo bis Badulla verkehren neben den normalen Zügen auch die Sonderzüge Ella Odyssey und Dunhinda Odyssey. Ein Sitz ohne Reservierung von Colombo Fort bis Nanu Oya kostet in der zweiten Klasse 750 Rupien, in der dritten 360.

Der Zyklon Ditwa hat den Abschnitt zwischen Ambewela und Nanu Oya beschädigt. Seit er repariert ist, fahren die Züge zwischen Badulla und Nanu Oya wieder. Erste Klasse und Klimaanlage haben nur wenige Züge. Buchen solltest du nur über die offizielle Seite der Staatsbahn, das rät auch das Auswärtige Amt.

Mit eigenem Wagen durchs Land zu fahren, davon rät das Amt nachdrücklich ab: Nach einem Unfall drohen monatelange Ausreisesperren. Besser sind Bahn oder ein Mietwagen mit einheimischem Fahrer.

Die Südküste und Galle

Galle Fort ist eine Festungsstadt, die die Niederländer zwischen 1663 und 1729 auf einer Landzunge errichtet haben. Die Wälle aus Koralle und Granit ziehen sich rund drei Kilometer um die Halbinsel, mit 14 Bastionen und einem Leuchtturm von 1939. Seit 1988 ist das Fort Welterbe, und es wird bis heute bewohnt.

In den schmalen Gassen reihen sich Kolonialhäuser, Cafés, Galerien und Hotels. Der schönste Weg führt oben über die Wälle. Zum Sonnenuntergang wird es an der Bastion Flag Rock voll, weil sich Einheimische und Reisende dort versammeln.

Von Galle, Hikkaduwa und Mirissa fahren Boote zu den Walen bei Dondra Point. Am Hafen von Mirissa drängen sich in der Saison die Gäste, die Küstenwache überwacht, ob die Anbieter die Regeln zum Beobachten der Tiere einhalten. Weligama erreichst du mit dem Zug ab Colombo Fort für 550 Rupien in der zweiten Klasse ohne Reservierung.

Einreise und was vorher geregelt sein muss

Deutsche brauchen ein Visum, das seit dem 25. Mai 2026 kostenlos ist. Du beantragst es vor der Reise als ETA auf der offiziellen Seite der Einwanderungsbehörde. Es gilt 30 Tage und erlaubt eine zweite Einreise innerhalb dieses Zeitraums. Nutze nur diese Seite, sonst zahlst du Vermittlungsgebühren. Achte auf jeden Buchstaben: Schon ein „O“ statt einer Null in der Passnummer führt zu einem neuen Visum. Verlängern geht, dauert aber sehr lange.

Der Reisepass muss bei der Einreise noch sechs Monate gültig sein, der Personalausweis reicht nicht. Tabakwaren darfst du nicht einführen, Rupien weder ein- noch ausführen.

In diesem Jahr meldete Sri Lanka mehr als 70.000 Fälle von Denguefieber, schütze dich also tagsüber konsequent vor Mücken. Ausländische Debitkarten funktionieren oft nicht, eine Kreditkarte brauchst du auch im Krankenhaus, und abseits der Städte zahlst du bar. Die Treibstoffabgabe ist seit dem 15. März 2026 rationiert. Frag vor der Buchung eines Wagens mit Fahrer beim Anbieter nach der aktuellen Lage. Alle Einzelheiten stehen in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts.

Wie eine Route nach Regenzeiten aussieht, die sich über das Land verschieben, zeigt auch die Vietnam-Rundreise. Eine weitere Rundreise in Asien beschreibt die Thailand-Rundreise.

Einreise, Eintrittspreise, Öffnungszeiten, Bahnverkehr und Versorgungslage: Stand 30. September 2026.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Zeit für eine Sri-Lanka-Rundreise?

Von November bis März, wenn du an der Südwestküste baden willst. Im Sommer passt die Ostküste mit Trincomalee und Arugam Bay besser, weil dort dann das Meer ruhig ist. Regen gibt es trotzdem in allen Monaten.

Kostet die ETA für Sri Lanka etwas?

Für Deutsche nicht. Seit dem 25. Mai 2026 ist das Touristenvisum für 30 Tage kostenlos, beantragen musst du es aber vor der Einreise online.

Kann ich in Sri Lanka selbst Auto oder Tuk-Tuk fahren?

Das Auswärtige Amt rät davon ab. Nach einem Unfall drohen lange Verfahren mit Ausreisesperre, und ein Tuk-Tuk darfst du meist gar nicht legal mieten. Nimm die Bahn oder einen Wagen mit Fahrer.

Quellen: Auswärtiges Amt: Sri Lanka · Einwanderungsbehörde Sri Lanka: ETA · Central Cultural Fund: Eintrittspreise · Zahntempel Sri Dalada Maligawa · Sri Lanka Railways: Fahrpreise · Sri Lanka Tourism: Strände

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