Frankfurt am Main: Römer, Museumsufer, Main Tower und Apfelwein
Frankfurts Sehenswürdigkeiten an einem Wochenende: Römerberg, Museumsufer, Main Tower mit Sommer- und Winterzeiten, Palmengarten, Sachsenhausen und Regentag.

Frankfurt lässt sich an zwei Tagen gut zu Fuß erschließen, weil fast alles zwischen Dom und Main liegt. Nördlich des Flusses stehen Römer, Altstadt und Hochhäuser, am Ufer reihen sich die Museen, gegenüber der Altstadt beginnt das Apfelweinviertel Sachsenhausen. Nur der Palmengarten im Westend braucht eine Fahrt mit der U-Bahn. Was du in Frankfurt machen kannst, hängt deshalb weniger von der Route ab als vom Wochentag und vom Wetter.
Römerberg, Neue Altstadt und Dom
Der Römerberg ist der alte Mittelpunkt der Stadt. Der Name kommt vom Haus „Zum Römer“, das seit 1405 der Stadt gehört und bis heute Sitz des Oberbürgermeisters ist. Gegenüber steht die Ostzeile mit ihren Fachwerkgiebeln, davor der Gerechtigkeitsbrunnen mit der Justitia. Die meisten Bauten sind Rekonstruktionen und Neubauten, denn die Altstadt wurde 1944 bei den Luftangriffen weitgehend zerstört.
Zwischen Römer und Dom ist 2018 die Neue Altstadt fertig geworden, 35 Häuser, davon 15 Rekonstruktionen und 20 Neubauten. In der Gasse Hinter dem Lämmchen liegt das Struwwelpeter Museum, im Archäologischen Garten sind Reste der römischen Siedlung und der karolingischen Kaiserpfalz zu sehen.
Jedes Haus der Ostzeile trägt einen eigenen Namen und hat seine eigene Geschichte. In den Gassen der Neuen Altstadt sitzen Cafés, Museen und kleine Geschäfte, und über den Krönungsweg folgst du den Königen und Kaisern auf ihrem Weg zum Dom.
Der Kaiserdom St. Bartholomäus war Ort der Königswahlen und Krönungen. Sein Turm ist knapp 95 Meter hoch, 328 Stufen führen hinauf zum Blick über Altstadt, Paulskirche und Skyline. Mit der U4 oder U5 fährst du bis Dom/Römer.
Über den Eisernen Steg ans Museumsufer
Der Eiserne Steg verbindet die Altstadt mit Sachsenhausen, auf der Brücke hast du die Skyline auf der einen und das Museumsufer auf der anderen Seite. Am Altstadtufer legen die Ausflugsschiffe ab. Unter der Dachmarke Museumsufer treten 39 Museen und Ausstellungshäuser auf, die meisten nah am Main.
Eines der großen Häuser ist das Städel Museum. Es öffnet dienstags bis sonntags um 10 Uhr, schließt um 18 Uhr und donnerstags erst um 21 Uhr. Erwachsene zahlen 19 Euro, Kinder unter 12 Jahren nichts. Dienstags ab 15 Uhr kostet der Eintritt 10 Euro für alle Ausstellungen.
Wer mehrere Häuser besuchen will, nimmt das MuseumsuferTicket: 21 Euro, für Familien 32 Euro, gültig an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in allen 39 Häusern. Fällt der zweite Tag auf einen Schließtag, gilt es einen Tag länger. Für ein Wochenende mit zwei Museen ist das Ticket die bessere Wahl als zwei Einzeleintritte, für einen einzigen Städel-Besuch am Dienstagnachmittag nicht.
Main Tower: die Aussicht und die Uhrzeit
Die Plattform des Main Tower liegt in 200 Metern Höhe, bei klarer Sicht reicht der Blick bis in den Taunus. Erwachsene zahlen 9 Euro, ermäßigt 6 Euro, Familien mit bis zu drei Kindern von 6 bis 12 Jahren 20 Euro. Kinder unter 6 Jahren fahren gratis mit.
Die Öffnungszeiten wechseln mit der Zeitumstellung:
| Zeitraum | Sonntag–Donnerstag | Freitag und Samstag |
|---|---|---|
| Sommerzeit | 10–21 Uhr | 10–23 Uhr |
| Winterzeit | 10–19 Uhr | 10–21 Uhr |
Die letzte Auffahrt ist 45 Minuten vor Schluss, für den Besuch selbst sind 45 Minuten ab der Personenkontrolle vorgesehen. Bei starkem Wind oder Regen bleibt die offene Plattform zu, dann gibt es ein günstigeres Ticket für den geschlossenen Bereich im 55. Stock. Von der S-Bahn-Station Taunusanlage läufst du knapp zehn Minuten.
Auf der offenen Terrasse spürst du den Wind, vor dir liegt die Skyline des Bankenviertels, darunter die Altstadt mit ihren Wahrzeichen. Die offene Plattform erreichst du nur über eine Treppe, der Aufzug endet im geschlossenen Bereich darunter.
Palmengarten im Westend
Der Palmengarten öffnet täglich, von März bis Oktober von 9 bis 19 Uhr, von November bis Februar von 9 bis 16 Uhr. Geschlossen ist er nur am 24. und 31. Dezember. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen nichts, Erwachsene 9 Euro, während Sonderausstellungen 10 Euro. Mit der U6 oder U7 fährst du bis Westend, mit der U4 bis Bockenheimer Warte.
Auch im Winter lohnt der Weg, weil die Schauhäuser unter Glas stehen: Tropicarium, Palmenhaus, Subantarktishaus und das Schmetterlingshaus, in dem ab dem Herbst wieder Falter fliegen. Der Eintritt in die Häuser ist im Ticket enthalten.
Sachsenhausen und der Apfelwein
Südlich des Mains liegt Sachsenhausen, das als Zentrum der Frankfurter Apfelweinkultur gilt. Der Apfelwein kommt aus dem Bembel, einem blaugrauen Steinkrug, und wird in das Gerippte eingeschenkt, ein Glas mit Rautenmuster. Er schmeckt leicht säuerlich, du trinkst ihn pur oder als „Sauergespritzten“ mit Mineralwasser. Im Winter gibt es ihn auch heiß mit Zucker, Zimt und Nelken. Dazu bestellst du Handkäs mit Musik, Rippchen mit Kraut oder Grüne Soße aus sieben Kräutern.
Samstags, sonntags und an Feiertagen fährt der Ebbelwei-Expreß, eine historische Straßenbahn, in rund einer Stunde an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Die Fahrt kostet 8 Euro, ermäßigt 3,50 Euro, eine Flasche Apfelwein, Saft oder Wasser und Brezeln sind dabei. Den Fahrschein kaufst du beim Schaffner, unterbrechen darfst du die Fahrt nicht.
Wenn es regnet
Für einen Regentag ist das Senckenberg Naturmuseum die sicherste Wahl, auch für Kinder. Es hat täglich ab 9 Uhr geöffnet, auch montags, mittwochs bis 20 Uhr. Erwachsene zahlen 12 Euro, Kinder von 6 bis 17 Jahren 6 Euro. Das Historische Museum am Römerberg kostet 8 Euro und öffnet dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr. Zum Mittagessen gehst du in die Kleinmarkthalle mit rund 150 Ständen, danach ins Städel oder unter das Glas im Palmengarten. Den Main Tower hebst du dir für den nächsten trockenen Abend auf.
Mehr Ziele für Tagestouren aus der Stadt sammeln die Ausflugsziele in Hessen, weitere Ideen für nasse Tage mit Kindern die Schlechtwetter-Ausflüge mit Kindern. Wie ein Städtewochenende am Rhein aussieht, zeigen die Sehenswürdigkeiten in Köln.
Preise und Öffnungszeiten: Stand 29. Oktober 2026.
Häufige Fragen
Was kann man in Frankfurt am Montag unternehmen?
Am Montag haben viele Museen geschlossen, darunter das Städel und das Historische Museum. Offen sind das Senckenberg Naturmuseum, der Palmengarten und der Main Tower. Römerberg, Altstadt und Mainufer sind ohnehin frei zugänglich.
Was bringt die Frankfurt Card?
Die Frankfurt Card gilt je nach Variante für einen oder mehrere Kalendertage in Bus und Bahn im Stadtgebiet einschließlich Flughafen und bringt Rabatte bei mehr als 50 Partnern. Am Main Tower sparst du 20 Prozent auf das Erwachsenenticket, im Senckenberg Naturmuseum zahlst du 8 statt 12 Euro. Mit anderen Ermäßigungen wie Familientickets lässt sie sich nicht kombinieren.
Wie viel Zeit brauche ich für Frankfurt?
Für Altstadt, Dom, Main Tower und einen Abend in Sachsenhausen reicht ein Tag. Mit Museumsufer und Palmengarten plane zwei Tage ein, dann lohnt sich auch das MuseumsuferTicket.
Quellen: visitfrankfurt: Römerberg mit Ostzeile · visitfrankfurt: Museumsufer Frankfurt · Main Tower: Eintrittspreise und Öffnungszeiten · Palmengarten Frankfurt: Ihr Besuch · Städel Museum: Besuch · VGF: Der Ebbelwei-Expreß
Weitere Ziele
Städte
Städte
Städte