Sehenswürdigkeiten in Trier: Welterbe vom Stadttor zur Römerbrücke
Trier im Welterbe-Jahr: Porta Nigra, Dom, Konstantin-Basilika, Thermen und Amphitheater mit Preisen, Öffnungszeiten und der Frage, welche Karte sich lohnt.

Seit 1986 steht Trier auf der Welterbeliste der UNESCO, 2026 feiert die Stadt das 40. Jubiläum. Zum Welterbe „Römische Denkmale, Dom St. Peter und Liebfrauenkirche in Trier“ zählen nach Angabe der Generaldirektion Kulturelles Erbe neun Bauwerke. Diese Route nimmt sie in drei Gruppen: das Tor, dann Markt und Kirchen, zuletzt die Bäder, die Arena und die Brücke.
Das Tor, das eine Kirche war
Das Stadttor wurde um 170 n. Chr. aus rund 7.200 Steinquadern gebaut. Die Porta Nigra ist nach Angabe der Betreiber das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Dass sie steht, verdankt sie auch einem Einsiedler: Im 11. Jahrhundert lebte der Mönch Simeon darin, nach seinem Tod wurde das Tor zur Kirche umgebaut. Erst 1803 ließ Napoleon die Kirche auflösen und die antike Form wiederherstellen.
Innen zeigt ein Modell die römische Stadt, den Multimediaguide rufst du kostenlos über das WLAN vor Ort auf dem eigenen Handy ab. Hunde dürfen nicht hinein, Blinden- und Assistenzhunde ausgenommen.
Markt, Dom und Kaiserhalle
Vom Hauptmarkt aus siehst du die Porta im Norden und den Dom im Osten. Das Marktkreuz in der Mitte stammt von 958; die Trier Tourismus und Marketing GmbH nennt es das älteste in ganz Deutschland. Von Ende März bis Anfang November schenkt hier ein Weinstand aus, an dem wöchentlich zweimal ein anderes Weingut aus der Region steht.
Der Trierer Dom bezeichnet sich selbst als älteste Kirche Deutschlands, sein ältester Kern ist ein Quadratbau aus dem 4. Jahrhundert. Von April bis Oktober ist er täglich von 6.30 bis 18 Uhr offen, von November bis März bis 17.30 Uhr. Während der Gottesdienste ist keine Besichtigung erlaubt, und die Domseite bittet um Kleidung, die die Schultern bedeckt. In der Domschatzkammer, geöffnet montags bis samstags von 11 bis 17 Uhr und sonntags ab 12.30 Uhr, zahlst du 3 Euro.
Gleich nebenan steht die Liebfrauenkirche, zwischen 1230 und 1260 als gotische Zentralkirche errichtet und täglich von 10 bis 18 Uhr offen. Stell dich auf die Sternmarkierung wenige Schritte hinter dem Haupteingang: Von dort siehst du alle bemalten Säulen und in jede der acht Kapellen.
Die Konstantin-Basilika ließ Kaiser Konstantin um 310 als Thronsaal errichten. Die Tourist-Information nennt sie den größten säulenlosen Hallenbau der Antike. Heute ist sie evangelische Kirche, der Eintritt ist frei. Von April bis Oktober ist montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr offen, sonntags ab 14 Uhr; im Winter schrumpfen die Zeiten auf Vormittag und Nachmittag mit Mittagspause.
Das Rheinische Landesmuseum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Eintritt 10 Euro. Sein Glanzstück ist der Trierer Goldschatz: rund 2.650 Goldmünzen und 18,5 Kilogramm Gold, 1993 in Erdaushub einer Baustelle entdeckt. Das Museum nennt ihn den größten Goldmünzenschatz der römischen Kaiserzeit weltweit. Weil das Münzkabinett nur begrenzt Personen einlässt, kann es bei Andrang zu Wartezeiten kommen.
Bäder, Arena und Brücke
Die Kaiserthermen waren als kaiserliches Bad geplant, nach einem Baustopp wohl als Kaserne. Gebadet hat hier nach Darstellung des Zentrums der Antike vermutlich niemand. Unter der Ruine läufst du durch die Bedienungsgänge, oben blickst du vom Aussichtspunkt über den früheren Palastbezirk.
Im Amphitheater fanden bis zu 18.000 Menschen Platz. Du kommst hinunter in den Arenakeller, wo eine Art Aufzug aufwendige Inszenierungen möglich machte, und siehst die Käfige, in denen Mensch und Tier auf den Kampf warteten. Familien leihen sich an der Kasse ohne Aufpreis eine Tasche mit Gladiatorenausrüstung und Picknickdecke, gedacht für Kinder ab vier Jahren.
Die Barbarathermen waren nach Angabe der Betreiber zur Bauzeit die zweitgrößte Badeanlage des Römischen Reichs. Über die 42.000 Quadratmeter führt ein Besuchersteg mit neun Stationen, und der kostet nichts. Unter einem Glasbau des Architekten Oswald M. Ungers liegen dagegen die erst 1987 entdeckten Thermen am Viehmarkt, dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Zum Schluss die Römerbrücke. Ihre Steinpfeiler ersetzten ab 144 n. Chr. zwei ältere Holzbrücken, und die Tourist-Information nennt sie die älteste Brücke Deutschlands. Von dort führt ein Fuß- und Radweg über anderthalb Kilometer ins alte Fischerdorf Zurlauben.
Welche Karte sich rechnet
Porta Nigra, Kaiserthermen und Amphitheater öffnen täglich um 9 Uhr. Von April bis September schließen sie um 18 Uhr, im Oktober und März um 17 Uhr, von November bis Februar um 16 Uhr. Einlass ist bis 30 Minuten vor Schluss.
Einzeln zahlst du für die vier Römerbauten 24 Euro und für das Landesmuseum 10 Euro. Die Antikencard Premium für 28 Euro deckt alles einmal ab, die Basic für 18 Euro zwei Römerbauten plus Museum. Beide gelten für einen Erwachsenen mit bis zu vier Kindern und bis zum Jahresende, sind aber personengebunden, der Ausweis gehört also in die Tasche. Die Trier Card für 12 Euro gilt zwei Tage lang in allen Stadtbussen und gibt auf die Römerbauten nur 10 Prozent Rabatt. Für die Antike ist die Antikencard die bessere Wahl, die Trier Card lohnt sich eher, wenn du viel Bus fährst und Führungen oder Theater im Plan hast.
Kommen zwei Erwachsene mit Kindern, gibt es an jedem Römerbau eine Familienkarte für 12 Euro. Eine zweite Römerstadt mit großem Dom beschreiben die Sehenswürdigkeiten in Köln, und wie viel Stadt ein paar Tage mit Kindern vertragen, steht beim Kurzurlaub mit Kindern.
Preise und Öffnungszeiten: Stand 23. September 2026, Angaben der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, der Hohen Domkirche Trier und der Trier Tourismus und Marketing GmbH.
Häufige Fragen
Wie viel kostet der Eintritt in die Porta Nigra?
Erwachsene zahlen 6 Euro, Ermäßigte 5 Euro, Kinder ab sechs Jahren 3 Euro, jüngere nichts. Bei der Altersgrenze widersprechen sich die Quellen: Die Generaldirektion Kulturelles Erbe schreibt 6 bis 17 Jahre, die Tourist-Information 6 bis 18. Die Familienkarte kostet 6 Euro mit einem und 12 Euro mit zwei Erwachsenen.
Welche Sehenswürdigkeiten in Trier sind kostenlos?
Frei sind der Dom, die Liebfrauenkirche und die Konstantin-Basilika, jeweils außerhalb von Gottesdiensten und Konzerten. Dazu kommen die Römerbrücke, der Hauptmarkt und der Besuchersteg über die Barbarathermen. Eintritt kostet im Dom nur die Schatzkammer.
Was hat in Trier montags geöffnet?
Porta Nigra, Kaiserthermen und Amphitheater sind täglich offen, ebenso Dom und Liebfrauenkirche. Das Rheinische Landesmuseum und die Thermen am Viehmarkt schließen montags, die Viehmarkt-Thermen öffnen an Feiertagen aber auch dann. Die Konstantin-Basilika hat montags nur im Sommerhalbjahr und im Dezember geöffnet.
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